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Testergebnisse für Wandmalereien

Probetafeln für Außen-Wandmalereien warten auf dem Tisch auf die Überprüfung. Die Tafel im Vordergrund besteht aus MDO-Sperrholz. Kanten und Rückseite sind mit Aluminiumlackfarbe versiegelt.

Fünf Hauptaspekte wirken sich direkt auf die Lebensdauer und die allgemeine Haltbarkeit einer Wandmalerei im Außenbereich aus:

  • die Umgebung, in der die Wandmalerei angebracht wird
  • das verwendete Farbsystem
  • der Untergrund, auf dem die Wandmalerei aufgetragen wird
  • die Vorbereitung der Oberfläche des Untergrunds sowie die Produkte, die direkt darauf aufgetragen werden
  • die abschließende Schutzbeschichtung

In der Regel ist die Umwelt ein unkontrollierbarer Faktor. Dennoch sollte man sie während der Planung ausreichend berücksichtigen, schon lange vor der Auswahl der Materialien für eine Wandmalerei. Mit diesem Test lassen sich die Umweltauswirkungen auf jede Variable ermitteln und ebenso, welche Materialien sich für eine Wandmalerei im Außenbereich eignen. Um schneller zu Ergebnissen zu gelangen, haben wir den Prüfstand nach Süden ausgerichtet, und zwar in einem Winkel von 45 Grad (laut Q-Lab (1) der ideale Winkel und die ideale Himmelsrichtung, um eine maximale UV-Einwirkung zu erzielen (1)).Nach drei Jahreszeiten mit ständig wechselndem Wetter in Upstate New York nahmen wir die Tafeln vom Prüfstand und begannen mit ihrer Untersuchung.

SELECTION OF PAINTS IN THE TEST

Das Farbsystem für diese Reihe von Probetafeln ist GOLDEN Heavy Body Acrylics; insbesondere Farben, die für die Verwendung im Freien empfohlen werden. Diese Farben wurden von vielen Wandmalern in Vergangenheit und Gegenwart erfolgreich im Außenbereich verwendet. Wir haben den Test bereits in einem früheren Just Paint-Artikel beschrieben, einschließlich der Farbzusammenstellung, die verschiedene einzigartige Pigmente repräsentiert, die für die Verwendung im Freien empfohlen werden, darunter Carbon Black, Pyrrole Red, Bismuth Vanadate Yellow, Burnt Umber und Iridescent Copper. Viele Tests dieser Farben bestätigen ihre erprobte Verwendung für Wandmalerei im Außenbereich, daher eignen sie sich gut als Standardfarben in diesem Test. Diese Zusammenstellung verschiedener Arten von Pigmenten erweitert zudem unsere Kenntnisse darüber, wie sie innerhalb verschiedener Systeme im Vergleich zum Standard-Testprotokoll altern.

UNTERGRÜNDE und PRIMER

Wir haben eine Liste üblicherweise von Wandmalern genutzter Oberflächen zusammengestellt und diese Untergründe für die Aufnahme der Farbschichten vorbereitet.

Die Bandbreite der Untergründe in dieser Testrunde wurde auf Grundlage der am häufigsten von Künstlern bemalten Untergründe ausgewählt und mit mehreren kommerziellen Beschichtungen für das beabsichtigte lange und strahlende Leben des jeweiligen Wandmalereis vorbereitet. Einige Untergrund-Primer-Systeme schnitten besser ab als andere.

Nahaufnahme der rissigen, verwitterten Oberfläche einer „Außensperrholz“-Platte, die den Test unter Einwirkung der Elemente nicht bestanden hat.

Außensperrholz: Wenn Künstler indirekt malen und die bemalten Tafeln später an einer Wand anbringen möchten, entscheiden sie sich häufig für Außensperrholz als Untergrund. Es heißt schließlich „AUSSENsperrholz“, oder? Der Künstler nimmt an, dass diese Art von Untergrund eine Anbringung im Außenbereich unbeschadet übersteht. In diesem Test schnitten sie nicht besonders gut ab. Sämtliche der Witterung ausgesetzten Tafeln quollen durch Wasser auf und rissen. Die Oberflächenschicht verzog sich und riss stark ein. Die Art des verwendeten Primers machte dabei keinen Unterschied, weder Alkyd noch Acryl schien zu helfen. Unsere Erkenntnis daraus ist, dass die Verwendung dieses Sperrholzes für eine Wandmalerei im Außenbereich mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem schnellen, vorzeitigen Untergang führt.

MDO (Medium Density Overlay) (2) ist ein einzigartiges Sperrholz, das sich (wie erwartet) in diesem Test sehr gut geschlagen hat. Diese Art von Malgrund ist unsere beste Empfehlung für Außen-Wandmalerei und Außenbeschilderungen. Bei einer Reihe von MDO-Platten wurden die Kanten versiegelt, jedoch nicht die Rückseiten. Bei einer anderen versiegelten wir Kanten und Rückseiten mit demselben aluminiumpigmentierten Außenlack (3). Beide schnitten gut ab, die unversiegelte Rückseite ist jedoch fleckig und schmutzig. Die Versiegelung der Rückseite und der Kanten verringerte die Gefahr, dass Feuchtigkeit die Schichten angreift, und die Durchdringung mit Wasser ist einer der Hauptfaktoren, die zu einem frühzeitigen Versagen hölzerner Untergründe beitragen.

Die verschiedenen Arten von Primern, die verwendet wurden, waren bei Außensperrholz und MDO dieselben. Neben mehreren kommerziellen Produkten setzten wir auch unseren Standard GOLDEN White Gesso ein. Gesso ist für die Verwendung in Innenräumen vorgesehen, nicht für Außenanwendungen. Wir raten von der Verwendung unseres Gessos zur Vorbereitung von Wandflächen ab, da es Kalziumkarbonat enthält. Hierbei besteht die Gefahr, dass saurer Regen möglicherweise das Kalziumkarbonat auflöst und so für eine schwache Grenzfläche sorgt, die die nachfolgenden Farbschichten beeinträchtigen könnte. Obwohl wir keine Anzeichen dafür feststellen konnten, bleiben wir derzeit bei unserer Empfehlung, kommerzielle Holz-Primer für den Außenbereich auf Acrylbasis zu verwenden. Wir müssen noch zusätzliche Tests durchführen, die sich auf diese Frage konzentrieren, um sicherzugehen, dass White Gesso ein geeigneter Primer für Außenprojekte ist.

Hardie Board – Zementverbundplatte, von der Farbe und Primer abblättern. Die Farben wurden direkt auf diese mit Alkyd präparierte Tafel aufgetragen. Mit der Zeit verdrängte Feuchtigkeit die Produkte vom Untergrund, was schließlich zu einem negativen Testergebnis führte.

Die Zementverbundplatte simuliert die Arbeit auf Ziegelstein, Stuck und anderen gemauerten Wandflächen. Wir verwendeten eine Platte namens Hardie Board (4), die in Heimwerkermärkten erhältlich ist. Mauerwerk erfordert andere Primer als Holzbretter, die am Ende dieses Artikels aufgeführt sind. Nachdem die Primer aufgetragen und getrocknet waren, wurden die Farben direkt auf jede präparierte Platte aufgetragen. Nachdem sie für den Test der Witterung ausgesetzt worden waren, stellten wir ein Abplatzen und Abblättern zwischen der Farbe, dem getesteten Alkyd-Primer und dem Hardie Board fest. Die Primer auf Acrylbasis schnitten besser ab als die Alkyd-Primer.

Ein weiterer Satz Hardie Boards wurde präpariert wie die erste Serie, die Farben wurden jedoch indirekt aufgetragen, d. h. zuerst auf ein Textilmaterial, das Wandmaler auch als „Fallschirmseide“ bezeichnen. Für den Test verwendeten wir einen nicht gewebten Stoff namens Pellon®, den wir bemalten und dann mit unserem Regular Gel an den Probetafeln befestigten. Auf den drei Arten von verwendeten Primer hielten sie alle gut, selbst der Alkyd-Primer schnitt besser ab.

Nicht gewebtes Textil, so genannte „Fallschirmseide“, wurde mit Primer behandelt, bemalt und dann mit GOLDEN Regular Gel auf einem Hardie Board befestigt.

Als letzter Untergrund in dieser Testrunde wurde eine Aluminium-Wabenplatte verwendet. Die Wabenplatten (7) sind sehr stark und vertrugen die „Klebe-Primer“ gut. Aluminium ist nicht wasserempfindlich und die Primer hielten problemlos und hartnäckig auf den Platten, zumindest an diesem Punkt im Test. Aluminium wird als Malgrund für Wandmalerei immer beliebter.

Aluminium-Wabenplatten. 3 verschiedene Primer wurden aufgetragen, darunter ein Alkyd-Primer für den Außeneinsatz.

TOPCOATS

TOPCOATS/DECKSCHICHTEN

Schließlich testeten wir eine Reihe von Deckschichten, die üblicherweise als abschließende Schutzschicht für eine Wandmalerei verwendet werden. Die Produktpalette reicht von einer Wandversiegelung auf Acrylbasis (als Deckschicht und als klarer Primer auf vorherigen Probetafeln verwendet), GOLDEN Regular MSA Varnish, GOLDEN Hard MSA Topcoat bis hin zu einem Zwei-Komponenten-Urethan-Klarlack für den Automobilbau. Wir entschieden uns für MDO-Sperrholz (Medium Density Overlay) und eine kommerzielle Wandgrundierung als Kontrollfläche für die Heavy Body Farben. Wir trugen keine Isolierschichten auf, sondern nur zwei Schichten von jeder Deckschicht (mit Ausnahme des Auto-Klarlacks, der in einer großzügigen Schicht aufgetragen wurde).

Das Urethan für den Automobilbau sieht so glänzend aus wie am Tag des Auftrags.

Urethan für den Automobilbau war insgesamt die beste Schutzschicht. Es ist nicht überraschend, dass ein Klarlack für Autos gut abgeschnitten hat, da dies die Klarlacke sind, mit denen Fahrzeuge weltweit geschützt werden. Sie härten durch eine chemische Reaktion aus (zwei Komponenten werden zusammengemischt und werden fest, anstatt dass ein Lösungsmittel aus einem Produkt verdunstet). Das Ergebnis ist nicht porös und lässt keine Feuchtigkeit durch. Der größte Nachteil dieser Beschichtungen ist, dass sie von einem qualifizierten, erfahrenen Techniker in einer geeigneten Einrichtung aufgetragen werden müssen. Das bedeutet, dass das Wandmalerei nicht vor Ort erstellt werden kann und in eine Autowerkstatt mit Spritzkabine gebracht werden muss. Erst danach kann es an einer Wand angebracht werden. Außerdem muss man einen Partner finden, der dazu bereit ist. Wie Sie sich vorstellen können, hatten die meisten Autowerkstätten noch nie mit einem solchen Projekt zu tun. Wir ließen den Klarlack in einer Werkstatt vor Ort auftragen. (Danke, Ted’s Automotive in New Berlin!). Da dies eine sehr dichte Beschichtung ist, sollten Urethane (und Polyurethane) nur verwendet werden, wenn das Werk vollständig versiegelt werden kann, um das Eindringen von Feuchtigkeit in die Platte zu verhindern, was zu einer Schichtablösung führen kann. Das ist ein weiterer Grund, warum Urethane eine schlechte Wahl für Wandmalerei sind. Klarlacke für den Automobilbau glänzen außerdem stark, und Sonnenlicht kann es zeitweise schwierig machen, die Wandmalerei zu sehen, insbesondere bei Malereien an Südwänden.

Die nächstbeste Möglichkeit im Test war GOLDEN Gloss MSA Varnish w/ UVLS, ein Acrylharz auf Lösungsmittelbasis. Dies ist unsere beste und praktischste Empfehlung, da sie von jedem Künstler oder Fassadenmaler auf die fertige Wandmalerei aufgetragen werden kann. GOLDEN stellt auch eine Mural Formula MSA Varnish für größere, direkt auf die Wand aufgetragene Projekte her, bei denen die Einhaltung von Vorschriften zu flüchtigen organischen Verbindungen vom Ordnungsamt überwacht wird. Die Firnis blieb gleichmäßig und glänzend mit nur wenigen Anzeichen von Alterung. Diese Produkte schneiden gut ab und bieten UV-Schutz, um das Verblassen der darunterliegenden Farben zu verlangsamen. Dabei ist es wichtig (wie bei jeder Außenbeschichtung), die Oberfläche regelmäßig zu untersuchen und immer wieder zusätzliche Schichten aufzutragen, um die Firnisschicht zu erneuern, die durch Wind und Staub im Laufe der Jahre wie durch ein Sandstrahlgebläse abgetragen wird. In der Regel sollte etwa alle 5 Jahre eine frische Schicht MSA Varnish aufgetragen werden.

Eine Nahaufnahme der krakelierten Oberfläche von GOLDEN Hard MSA Topcoat zeigt, warum es nicht mehr für den Außeneinsatz empfohlen wird.

GOLDEN Hard MSA Topcoat hingegen erzielte ein schlechteres Ergebnis als sein flexibleres Schwesterprodukt. Hard MSA Topcoat entwickelte ein flächendeckendes Krakeliermuster, und das ist exakt der Grund, warum wir dieses Produkt nicht mehr für die Verwendung auf Außenflächen empfehlen. Die Risse weisen noch keine „Schüsselbildung“ oder Schichtablösung auf, aber sie erwecken mit Sicherheit kein Vertrauen in die Haltbarkeit und Schutzeigenschaften als Deckschicht für Wandmalerei im Außenbereich. Es ist nach wie vor ein hervorragendes Produkt für Innenraumprojekte, doch im Freien erliegt es der Gnadenlosigkeit von Mutter Natur.

100%ige Acryl-Wandversiegelung als Deckschicht bietet keinen ausreichenden Schutz für ein Außen-Wandmalerei. Die Oberfläche wird abgetragen und kann über bestimmten Farben reißen.

Die 100%ige Acryl-Wandversiegelung auf Wasserbasis schnitt als Deckschicht ganz gut ab, bietet aber mit Sicherheit nicht denselben Schutz wie MSA Varnish oder Auto-Urethanlack. Künstler mit begrenztem Budget können ein Produkt wie dieses anstelle von MSA Varnish verwenden, die Wandmalerei wird jedoch schon bald den Preis dafür zahlen müssen. In einem Test mit drei Jahren Exposition bietet eine Beschichtung wie diese nicht viel Schutz, und es wäre eine bessere Deckschicht zu empfehlen, um ein frühzeitiges Verderben eines ansonsten solide konstruierten Wandmalereis zu vermeiden. Interessanterweise reagierten verschiedene Farben unterschiedlich, einige wurden matt oder der Glanz der Deckschicht wurde ungleichmäßig. Über der Burnt Umber auf den Probetafeln entstand sogar ein Rissmuster. Dieses Acrylprodukt ist vermutlich besser als nichts auf einem Wandmalerei, doch idealerweise sollte in naher Zukunft ein besseres Produkt aufgetragen werden, wenn das Wandmalerei nicht ohnehin nur temporär sein soll.

ABSCHLIESSENDE ÜBERLEGUNGEN:

MDO und Aluminium sind ausgezeichnete Untergründe für eine Außen-Wandmalerei, und selbst der Auftrag direkt auf eine gemauerte Wand ist kein Problem, wenn diese mit einem geeigneten Primer vorbereitet wird. Die MSA Varnish (Regular und Mural Formula) bleibt immer noch unsere beste Empfehlung, wenn Sie Ihre Wandmalerei jedoch von einer Autolackiererei vor Ort professionell mit Klarlack versehen lassen können, ist es den Aufwand wert. Dies ist ein fortlaufender Test, der uns bei der Einschätzung hilft, darum müssen wir ständig weitertesten und unsere Empfehlungen und Produkte immer wieder neu bewerten. In nur drei kurzen Jahren sind einige dieser Probetafeln bereits reif für den GOLDEN Testfriedhof, andere gehen wieder nach draußen. Wenn es neue Arten von Materialien gibt, die für die Wandmalerei geeignet erscheinen, werden wir sie entsprechend testen. Falls bei Ihnen ein Projekt ansteht und Sie weniger übliche Materialien verwenden möchten, wenden Sie sich bitte an einen unserer Spezialisten von Material & Application unter 800-959-6543 oder help@goldenpaints.com, damit wir Sie beraten können, wie Sie Ihre Chancen auf ein langlebiges Außen-Wandmalerei steigern können.

Im Test verwendete Primer:

Zitierte Werke:

  1. Q-Lab Exposure Testing Parameters for Exterior Evaluation: https://q-lab.com/documents/public/2058b034-a8c2-4d8b-831b-6fe949c9053e.pdf
  2. Medium Density Overlay Plywood (M.D.O.) http://www.murphyplywood.com/pdfs/softwood/HDO_MDO_Product_Guides.pdf
  3. Rustoleum Exterior Enamel Aluminum Pigmented: https://www.rustoleum.com/product-catalog/consumer-brands/stops-rust/protective-enamel?ls=7715502&lc=Aluminum
  4. Hardie Board Cement & Fiber Siding Panels: https://www.jameshardie.com/products
  5. Pellon 910 Featherweight Sew-In Non-Woven Fabric: http://www.pellonprojects.com/products/910-sew-in-featherweight/
  6. GOLDEN Regular Gel: https://www.goldenpaints.com/products/medium-gels-pastes/gel
  7. Honeycomb Aluminum Panels: https://www.portafab.com/aluminum-honeycomb-panels.html
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