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Spachtelauftrag durchscheinender Acrylgrundierungen

In Bezug auf Grundierungen für Acrylgemälde gibt es viele Möglichkeiten. Gesso wird am häufigsten verwendet, aber nahezu alle GOLDEN Acrylfarben, -medien, -gels und -pasten eignen sich, allein oder in fast jeder Kombination, zur Schaffung einer breiten Palette an einzigartigen Maloberflächen. Das Auftragen mit dem Pinsel kann zeitraubend sein, da Gesso und andere Grundierungen in das Gewebe der Leinwand hineingedrückt werden müssen, um richtig zu decken. Der Auftrag durch Aufspachteln mit einem Metallspachtel erleichtert diese Aufgabe erheblich.

Heavy Gel (Semi-gloss) mit einer sehr kleinen Menge Heavy Body Transparent Brown Oxide vermischen.

Die braune Lasur auf ein Stück lose rohe Leinwand aufspachteln.

Fertiger Auftrag einer stark durchscheinenden braunen Gellasur auf roher Leinwand.

Die grundlegende Idee:

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Mischungen aus Acrylfarbe und Acrylmedium, die dünn auf rohe Baumwollleinwand gespachtelt werden, um so schnell eine gleichmäßige Farbfläche und eine dünne Acrylschicht herzustellen. Am besten geht das mit Metallspachteln wie den oben gezeigten. Breitspachtel eignen sich sehr gut und sind einfach in Baumärkten zu finden. Kittmesser sind auch geeignet, ebenso große Spachtelmesser. Selbst ein Stück Holz mit 2,5 x 5 cm ginge zur Not, aber die saubere harte Kante einer Metallklinge ist am besten. Verwenden Sie für größere Leinwände größeres Werkzeug. Breitspachtel sind meist etwa 25 cm breit, das macht den Auftrag auf größeren Leinwänden schneller und einfacher. Wir legen hier zwar den Schwerpunkt auf Acrylmalerei, aber wir haben festgestellt, dass zwei oder drei aufgespachtelte Schichten eines glänzenden oder seidenglänzenden Mediums Öl vom Eindringen in die Leinwand abhalten, sodass Ölmaler diese Methode ebenfalls anwenden könnten. Für ein relativ „klares Gesso“ empfehlen wir unser Fluid Matte Medium. Die meisten Künstler bevorzugen unter Öfarben eine matte Oberfläche, um mehr Körnung und Absorption zu erzielen. Einige stellen zwar nach wie vor die Haftung von Ölfarben auf einer glänzenden Acryloberfläche infrage, unsere Tests ergeben jedoch weiterhin eine gute Haftung.

Folgendes Werkzeug eignet sich für diese Methode:

Breitspachtel, Kittmesser, Spachtelmesser, Aufstreichkelle, Abzieher

Die Methode:

Diese Technik greift die Methode auf, die wir in unserem Video „Creating a Smooth Surface using Molding Paste“ zeigen, und erweitert sie: https://www.youtube.com/watch?v=NP3br4sx7Uo.

Der Hauptunterschied ist, dass wir statt Molding Paste durchscheinende, lasurartige Mischungen von Medium oder Gel Medium mit Acrylfarbe verwenden, um eine durchsichtige Mischung zu schaffen, die in das Leinwandgewebe hineingedrückt wird und den Unterton der Farbe erkennen lässt. Außerdem geht es hier nicht primär darum, eine perfekte glatte Oberfläche zu erzielen, sondern vor allem darum, möglichst schnell eine gleichmäßige Farbfläche zu schaffen. Die Leinwandstruktur ist beim Malen immer noch zu sehen und zu fühlen. Mit mehreren Schichten kann man jedoch auch hier eine wunderbar glatte Oberfläche schaffen. Lasurmischungen wie diese, mit viel flüssigem Medium oder dickerem Gel Medium, verzeihen sehr viel mehr, da sie gleichmäßigere Farbflächen erzeugen können, wenn sie auf diese Weise aufgetragen werden. Um eine möglichst gleichmäßige Farbfläche zu erzielen, ist nur ein einziges Darüberstreichen mit dem Werkzeug erforderlich, da ein zweites Darüberstreichen sofort einen dunkleren Bereich mit dichterer Farbe schafft. Diese Variationen können natürlich, wenn gewünscht, ihrer eigenen ästhetischen Wirkung zuliebe genutzt werden. Diese Methode des Aufspachtelns lässt sich auf kleinen Leinwandstücken anwenden, da sich diese so im Vergleich zum Pinselauftrag weniger verziehen. Wenn die Acrylfarbe beim Trocknen schrumpft, werden Sie aber dennoch Wellen auf der Leinwand bemerken. Diese Verformungen können durch Dehnen oder Kleben ausgeglichen werden.

Anwendung einer türkisfarbenen Lasurmischung in größerem Maßstab mit dunkleren Bereichen dort, wo mit dem Metallspachtel mehrmals darübergestrichen wurde.

Aufgetragene ultramarinblaue Lasur, die dezente, dünne bis hin zu dicken Bereichen erzeugt.

Die folgenden zwei Artikel enthalten dazugehörige und relevante Informationen:

Lavierungen (Waschungen) und Lasuren in Acryl: Was, Wann und Wie?

Lasieren mit Acrylfarben, Ölfarben und Aquarellfarben

Es gibt viele Möglichkeiten, für den Anfang empfiehlt sich aber ein Verhältnis von ca. 10 Teilen Medium zu 1 Teil Farbe. Fügen Sie mehr Farbe hinzu, um die Farbdichte und die Deckkraft zu steigern, und mehr Medium, um für mehr Durchsichtigkeit zu sorgen. Es kann hilfreich sein, die Mischungen im Voraus herzustellen und in luftdichten Kunststoffbehältern mit Deckel aufzubewahren. Kennzeichnen Sie sie mit einem Klecks der Mischung auf dem Deckel. Dies ist ein wichtiger Teil des Vorgangs, da jede Acrylmischung, die überwiegend aus einem Medium gleich welcher Art besteht, im nassen Zustand heller erscheint und im trockenen Zustand dunkler. Für diese Anwendung können praktisch alle unsere Medien und Gels verwendet werden. Gelmedien wie Soft Gels und Regular Gels eignen sich sehr gut, da sich beide aufgrund ihrer Konsistenz leicht mit einem Spachtel auftragen lassen, doch selbst Heavy Gels sind gut geeignet. Dünnere Medien wie GAC 100, Fluid Matte Medium, Matte Medium und sogar unsere Color Pouring Mediums können für diese Technik ebenfalls verwendet werden. Wie immer finden Sie durch ein wenig Herumexperimentieren heraus, was sich für Ihre Zwecke am besten eignet.

Anmischen einer Gellasur mit überwiegend Gel und nur einem Hauch Farbe.

Eine Sammlung vorgemischter Lasuren zur Verwendung als farbige Grundierung.

Diese Methode funktioniert am besten mit einem starren Untergrund unter der Leinwand. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten: Eine ist, Leinwand mit unseren Gel Mediums auf ein Brett zu kleben. Eine weitere besteht darin, anstatt einen Keilrahmen zu verwenden, die Leinwand zum Malen auf ein „Malbrett“ zu tackern. Man kann außerdem ein starres Brett unter einer gespannten Leinwand platzieren, doch hier kann es zu einigen technischen Schwierigkeiten kommen, wenn es darum geht, das Brett genau unter die gesamte sichtbare Leinwandfläche zu bringen.

Rohe Bauwollleinwand, auf ein Malbrett mit weichem, strukturiertem grauem Innen-/Außenteppich getackert.

Leinwand wird an ein Malbrett getacktert.

Bei einigen der hier gezeigten Bilder haben wir rohe Baumwollleinwand auf Sperrholz- oder Holzfaserplatten mit einer Stärke von 1,25 cm (1/2“) getackert, an denen ein Stück feinstrukturierter Innen-/Außenteppich befestigt war. Der Teppich gibt ein wenig nach, sodass die farbige Grundierungsmischung aufgrund der ebenmäßigen Struktur des Teppichmaterials gleichmäßig aufgetragen werden kann. Achten Sie darauf, fein strukturierten Teppich für den Innen- und Außenbereich zu verwenden und ihn möglichst straff auf das Sperrholz zu tackern. Platzieren Sie dabei die Klammern dicht beieinander.

Wenn Sie die Leinwand nur vorübergehend auf ein Brett tackern, können Sie die mit der Grundierung präparierte Leinwand auf diesem Brett belassen und Ihr Bild malen. Wenn dieses dann vollständig getrocknet ist, können Sie das Gemälde zuschneiden und messen und dann einen Keilrahmen mit den entsprechenden Maßen anfertigen lassen. Dann können Sie das Gemälde vom Brett abnehmen und spannen. Aufgrund der Flexibilität von Acrylfarben und -medien ist dies ohne Weiteres möglich, solange es bei einer angemessenen Raumtemperatur erfolgt, sodass die Acrylschichten flexibel genug sind. Acryl ist ein Thermokunststoff und daher bei wärmeren Temperaturen flexibler, während es bei niedrigen Temperaturen weniger flexibel ist und spröde werden kann.

Kante eines gespannten, dick bemalten Acrylgemäldes, die die Flexibilität der Farbschicht zeigt.

 

Variationen eines Themas:

  •  Auftrag in einer Schicht: 

Warme, neutrale Gellasur, mit dem Spachtel auf ein loses Stück rohe Leinwand aufgetragen, wobei dickere Rückstände beim Trocknen sehr viel dunkler werden.

Eine einzelne aufgespachtelte Schicht einer Lasurmischung, um ein dünnes Farbfeld zu schaffen, das die Leinwandstruktur aufrechterhält und die Leinwand durch die durchsichtige Farbe hindurchscheinen lässt. Braune getönte Lasuren, die so aufgetragen werden, können Baumwollleinwand ein wenig wie Leinen aussehen lassen. Oder Sie entscheiden sich einfach für die wunderbar reinen und hellen Untertöne der organischen Pigmente wie Phthalo Grün-, Blau-, Quinacridone- und anderer Töne.

  • Auftrag in mehreren Schichten:

Sie können beim Auftrag in mehreren Schichten mit optischer Farbmischung spielen und zudem eine Oberfläche aufbauen, die das Leinwandgewebe füllen kann, um eine glattere Malfläche zu schaffen. Versuchen Sie dies mit Gloss, Semi-Gloss und Matte Gels, um die Unterschiede in der Oberfläche zu sehen und das unterschiedliche Verhalten von Farbe zu erleben.

Nahaufnahme zweier aufgespachtelter Schichten von Mischungen aus Gel und Farbe auf roher Leinwand.

Eine dritte Schicht einer gelben Mischung aus Gel und Farbe, die optische Farbmischung demonstriert.

Vier aufgespachtelte Schichten von Farblasuren aus Soft Gel (Semi-Gloss) und Fluid Acrylics, die zeigen, was für eine glatte Oberfläche Sie erzeugen können.

  • Hinzufügen von Titanium White für mehr Deckkraft und Tönung:

Sechs vorgemischte farbige Grundierungen, mit einem großen Spachtelmesser auf rohe Leinwand aufgetragen. Bei den drei auf der rechten Seite wurde für mehr Deckkraft Titanium White hinzugefügt.

 

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